Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen Verstand.  Sprüche 3,5
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   Nutze Deine Chance


(Ein Tatsachenbericht. Namen wurden geändert.)


Vor mir stand Björn, ein selbstbewusster junger Mann, der mir in glühenden Farben seine zukünftige Matrosenlaufbahn ausmalte. In einigen Wochen schon würde er auf hoher See sein.


Vor meinem inneren Augen sah ich ein anderes Bild. Es war vor einigen Monaten gewesen, da wurde ich spät abends an das Bett genau dieses jungen Mannes gerufen, der laut ärztlicher Aussage die Nacht wohl kaum noch überleben würde. Schwer atmend und mit eingefallenen Zügen lag Björn da. Er schien kaum etwas wahrzunehmen von dem, was um ihn herum vor sich ging. Plötzlich öffnete er die Augen, blickte wirr um sich und flüsterte: „Wo bin ich?“ Angstvoll schaute er seine Mutter an und flehte: „Mama, ich muss doch wohl nicht sterben?“ Die Mutter wurde einer Antwort enthoben, denn Björn versank wieder im Schlaf.


Als er nach einiger Zeit erwachte, sagte die Mutter leise zu ihm: Björn, du hast Besuch. Sieh, Marcel ist hier!“ – Seine Blicke fielen auf mich.


„Björn, um was soll ich Gott bitten, das Er tun soll?“, fragte ich. „O bitte, bete für mich, dass ich noch e i n e Gelegenheit bekomme, nur noch e i n e, um mein Leben mit Gott zu ordnen. Ich will nicht in die Hölle. Nein, ich will nicht verloren gehen! Ich weiß, ich hätte mich längst bekehren sollen.“


Der verzweifelte Hilfeschrei ging uns allen durch und durch. – Wieder schloss er sein Augen und schien einzuschlafen. Wir knieten nieder, und ich bat Gott, ihm noch e i n e Gelegenheit zu geben, das Heil seiner Seele zu ergreifen, und ihn nicht unerrettet sterben zu lassen. – Während wir beteten, erwachte Björn erneut und flüsterte: „Nicht sterben ...! Nein, ich kann nicht sterben ...! Nur noch e i n e Gelegenheit ...!“ –


Inzwischen war ein neuer Tag angebrochen. Björn schwebte noch immer zwischen Leben und Tod. – Plötzlich trat eine Wende zur Besserung ein, und schon nach wenigen Tagen war er außer Lebensgefahr. Und tatsächlich, nach und nach erholte er sich und kam allmählich auch wieder zu Kräften. Gott hat unser Gebet erhört und gab Björn noch eine Gelegenheit!


Aber mit der Wiederkehr der Gesundheit verblichen nach und nach die Gedanken, mit denen er sich während seiner schweren Erkrankung ernsthaft beschäftigt hatte. Im Angesicht des Todes war sein Herz voller Angst gewesen, ohne Jesus sterben zu müssen und für immer verloren zu sein. – Doch nachdem Gott so sichtbar in sein Leben eingegriffen hatte, war er bald wieder im alten Fahrwasser. Jeder ernsthafte Gedanke an Gott und die Ewigkeit war schnell vergessen.


Und nun stand Björn also vor mir, ein Bild jugendlicher Kraft. „Willst du wirklich so zur See gehen?“, fragte ich ihn und erinnerte ihn an jenen Abend, an dem Gott so offensichtlich in sein Leben eingegriffen und ihn vom Tode errettet hatte. „Björn, bitte weise die Retterhand, die Jesus liebend nach dir ausstreckt, nicht länger zurück. – Nutze deine Chance!“


„Später einmal werde ich bestimmt darauf zurückkommen. Denn ich habe den Gedanken an Gott durchaus nicht aufgegeben“, erwiderte Björn. „Ich weiß zwar, ich müsste eigentlich ernst machen mit Jesus. – Aber ...! – Ich denke, es hat noch Zeit. Mach dir nur keine Sorgen um mich!“ – Lächelnd verabschiedete er sich.


Nach wenigen Wochen erhielt ich die erschütternde Nachricht: Björn ist auf tragische Weise ums Leben gekommen. Eine Welle hatte ihn während eines Sturms über Bord gerissen.


Obwohl Björn glaubte, dass es einen Gott gibt, hatte er dennoch eine bewusste Entscheidung für den HERRN JESUS aufgeschoben und Ihn nicht als seinen persönlichen Erretter angenommen. So ging er in die Ewigkeit. – Und wo ist er jetzt?


An dem Ufer des Niagarastromes,


wo die Stromschnellen ihren Anfang nehmen und sich gleichsam auf den baldigen Absturz vorbereiten, ist eine Tafel angebracht, auf der die Worte stehen: „Von hier ab keine Rettung mehr!“ Wohl jeden durchfährt ein Schauder, wenn er diese Worte liest, mag er auch noch so festen Boden unter den Füßen fühlen. Wenn man von hier auf das in rasender Geschwindigkeit dahin schießende Wasser blickt, empfindet man die volle Wahrheit dieser Worte. Wer in diese wilden Stromschnellen hineingerät, kann nicht mehr umkehren, kann nicht mehr ans Ufer rudern, kann von Freunden nicht mehr errettet werden. Er lebt zwar noch, aber ist doch dem Tode preisgegeben. Er wird von den gewaltigen Wassermassen fortgerissen, bis der Tod seiner panischen Angst ein jähes Ende macht.


Lieber Leser, ich bitte dich, begib dich nicht über die Rettungslinie hinaus! Noch bietet Gott dir die Möglichkeit an umzukehren. Nutze die Gelegenheit! Satan will nur dein Verderben. – Gott spricht heute durch sein Wort zu dir: „Ich lasse dir die Wahl zwischen dem Weg, der zum Leben führt, und dem Weg zum Tode.“ Noch ist Rettung möglich! Triff heute deine Entscheidung und wähle das Leben! Der HERR JESUS erhört den Schrei deines Herzens, wenn du es aufrichtig meinst:


„Herr Jesus, ich bin ohne Dich verloren. Errette mich! Ich entscheide mich für Dich. Vergib mir meine Sünden. Ich will Dir gehören. Sei ab heute der Herr meines Lebens, Amen.“

Einen weiteren ergänzenden Text findest du hier

Übergabegebet