Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen Verstand.  Sprüche 3,5
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 Lass mich in Ruhe damit,


 hau ab mit dem Zeug


Vielleicht denkst du ähnlich, jetzt, wo ich dir dieses Blatt überreiche. – Mit dieser Reaktion „Lass mich bloß in Ruhe damit! Ich will nicht ...!“, hat jedoch schon mancher sein Glück verscherzt und seine Errettung verwirkt; so jedenfalls jener junge Mann im Westen der Vereinigten Staaten. Obwohl diese Begebenheit nun schon lange zurückliegt, so hat sie an Aktualität nichts verloren.


Niemand konnte Tom etwas Schlechtes nachsagen. Er war überall beliebt, hilfsbereit, freundlich, und die ihn kannten, schätzten ihn sehr. Doch während einer Pokerrunde geriet er so heftig in Zorn, dass er jegliche Kontrolle über sich verlor. Er geriet so sehr in Rage, dass er nach einem Revolver griff und kurzerhand seinen Gegner erschoss. Seine Freunde waren alle fassungslos über diese unbegreifliche Tat. – Er wurde daraufhin zum Tode verurteilt.


Da er sich jedoch vorher nie etwas hatte zuschulden kommen lassen, reichten seine Verwandten und Freunde ein Gnadengesuch für ihn ein. In seinem ganzen Bekanntenkreis wurden zu diesem Zweck Unterschriften gesammelt.


Als man sie dann dem Gouverneur überreichte und ihn stapelweise die Bittgesuche vorlegte, traten ihm die Tränen in die Augen. Nach längeren Verhandlungen wurde beschlossen, die Todesstrafe aufzuheben. Der Gouverneur unterzeichnete eigenhändig die Urkunde und machte sich damit auf den Weg zum Gefängnis.


Als er die Todeszelle erreichte, sprang Tom an das Gitter. Als er sah, dass der Unbekannte ein Schriftstück in der Hand hatte, rief er ganz erregt; „Lass mich in Ruhe damit! Hau ab mit dem Zeug! – Ich will nicht!“ Er dachte, es sei irgendein Prediger, der ihm vor seinem Tode noch etwas Christliches zum Lesen bringen und ihn bekehren wolle. „Aber“, unterbrach der Gouverneur, „warten Sie nur einen Augenblick, ich habe etwas für Sie. Lassen Sie mich doch reden und Ihnen erklären, weshalb ich gekommen bin.“ – „Hören Sie“, entgegnete der Gefangene voller Wut: „Verschwinden Sie augenblicklich! Ich will Sie nicht sehen!“ – „Aber, junger Mann“, wiederholte der Gouverneur, „ich habe eine sehr wichtige Nachricht für Sie, und zwar die allerbeste. Wollen Sie nicht, dass ich sie Ihnen mitteile?“ – „Sie haben gehört, was ich sagte: Lassen Sie mich in Ruhe damit!“, antwortete der Gefangene.


„Nun, dies ist die letzte Gelegenheit für Sie! – Doch wenn Sie nicht wollen ...“ – Das waren die letzte Worte des Gouverneurs. Erschüttert drehte er sich um und verließ das Gefängnis.


Einige Augenblicke später kam der Gefängniswärter. „Nun“, sagte er, „ich habe gesehen, du hattest Besuch vom Gouverneur.“ – „Wie bitte?“, rief der Gefangene ganz erregt, „war dieser Besucher der Gouverneur?“ – „Ja, er war es und wollte dir die Begnadigung überreichen, aber du wolltest ihm nicht einmal zuhören.“


„Bitte, bringen Sie mir etwas zum schreiben!“, schrie Tom. Nachdem der Wärter ihm Papier und Schreibzeug gebracht hatte, schrieb er sofort einen Brief an den Gouverneur und bat darin um Vergebung. „Es tut mir leid, dass ich Sie so behandelt und fortgeschickt habe ...“


Der Gouverneur erhielt diesen Brief, drehte ihn um und schrieb auf die Rückseite: „Dieser Fall ist für mich erledigt!“


Der Tag der Hinrichtung kam. Kurz vor seinem Tode fragte man ihn: „Möchten Sie noch irgendeine Nachricht hinterlasse?“ – „Ja“, erwiderte der Todeskandidat. „Sagt den jungen Leuten Amerikas, dass ich nicht sterben muss, weil ich zum Tode verurteilt wurde. Der Gouverneur war da und begnadigte mich. Ich könnte leben. Sagt ihnen“, fuhr er fort, „dass ich sterben muss, weil ich die Gnade nicht angenommen habe.“


 


Tom hätte leben können ...


... und Tom musste doch sterben!


 


Leider gibt es auch in unserem Land so viele junge Leute, die handeln dem Gnadenangebot Gottes gegenüber genauso wie Tom im Gefängnis. Lieber wollen sie in ihrer Sünde zu Grunde gehen, als die Gnade Gottes, die uns Freiheit und die Vergebung unserer Sünden anbietet, anzunehmen.


Junger Leser, wenn du verloren gehst, dann ist es nicht, weil du zu schlecht wärst. Jesus kam auf diese Erde, um dich und mich von unseren Sünden zu erretten. Wenn du verloren gehst, dann ist es nur, weil du Gottes Angebot zu deiner Errettung nicht annehmen willst. Gott bietet Seine Hilfe an, aber Er zwingt sie dir nicht auf. Lehnst du Gottes Gnadenangebot ab und sagst du: „Lass mich in Ruhe damit!“, so bekräftigst du damit nur dein eigenes Todesurteil.


Ich bitte dich, mach es nicht so wie Tom. Er hätte leben können und musste doch sterben, weil er die einmalige Gelegenheit zu seiner Begnadigung ausschlug. Gott fragt dich heute: „Warum willst du sterben?“ – Eines ist sicher: Gott will deine ewige Errettung. Denn Er „hat kein Gefallen am Tod des Sünders.“ Nimm Gottes Gnadengeschenk an und sage im Gebet:


„Danke, HERR JESUS, Du nahmst meine Strafe, die ich verdiente, auf Dich. Ich nehme jetzt die Errettung, die ich nicht verdient habe, an. Vergib mir bitte meine Sünden und mache alles neu in mir. Ich übergebe Dir mein Leben, Amen.“

Einen weiteren ergänzenden Text findest du hier

Übergabegebet